Über unsere Zunft

Unsere Zunft

Am 15. Mai 1970 wurde die Ravensburger Schwarze Veri Zunft von Otto Lutz gegründet. Gleichzeitig wurde Otto Lutz zum 1. Zunftmeister gewählt. Im Oktober 1971 wurde die Schwarze Veri Zunft als Mitglied in den Alemannischen Narrenring aufgenommen.

Alljährlich finden während der Fasnetszeit über das Maskenabstauben, Maskenbefreien, das Narrenbaum setzen, Räuberbeutesammlen, Hemdglokerumzug, die Seelenmesse, Narrenverbrüderung, der große Narrensprung und das Fasnetsverbrennen in Ravensburg statt. Diese Einrichtung ist sehr beliebt bei den Bürgern und der Umlandbevölkerung. Dies beweißt der Andrang der Zuschauer, die begeistert oft über 70 Narrenzünfte und Musikgruppen mit Hallo durch die Straßen der Stadt begleiten.

Die Zunft besteht aus 5 Maskengruppen:

1. Schwarze Veri Räuber

2. Hexenliesel vom Pfannenstiel

3. Ölschwang Papierkrattler

4. Butzhansel (welcher allerdings nur zur Hauptfasnet in Ravenburg anzutreffen ist)

5. Schreikraga

Hinzu kommen noch die Schwarze Veri Schalmeien, welche die Maskengruppen bei den Umzügen musikalisch unterstützen. Insgesammt kommt die Zunft auf mittlerweile nunmehr annähernd 1700 Mitglieder!

Gliederung der Zunft in verschiedene Maskengruppen


Hexenliesel vom Pfannenstiel

Um 1350 lebte am Untertor in einer einsamen Tagelöhnerhütte, dem sogenannten Pfannenstiel, das Findelkind Liese. Dieses Mädchen hütete Kinder, pflegte Kranke und war gerne bereit, alten Leuten zu helfen. Sie war schön von Gestalt und hatte zunächst sehr viele Freunde. Als sie aber einen Pestkranken aufnahm und ihn gesund pflegte, glaubten die Bürger, dass dies nicht mit rechten Dingen geschehen sei. Sie wurde als Hexe verschrien und aus der Stadt verbannt.

Weitere Informationen zur Hexenliesel gibt es hier auf der Zunft-Homepage!

Ölschwang Papierkrattler

Ravensburg war früher eine alte Handelsstadt, die über einen ältesten fasnächtliches Brauchtums Nachweis verfügen. Das älteste Dokument ist aus dem Jahre 1353. Auf die Kunst des Papiermachens verstand man sich in Ravensburg schon früh. Der Ölschwang, einstiger Platz, an dem die Papiermühlen standen, war auch der Ort an dem die Idee des Papierkrattlers geboren wurde.

Weitere Informationen zum Krattler gibt es hier auf der Zunft-Homepage!

Schwarze Veri Räuber

Als in der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember 1817 die Ölmühle des Joseph Scheib in Betzenweiler lichterloh brannte, wurde schnell offenkundig, dass hier Räuber am Werk waren. Diese war eine der ersten Missetaten des Räuberhauptmanns Xaver Hohenleitner, besser bekannt als der "Schwarze Vere". Der Schwarze Vere und seine Bande trieben ihr Unwesen von Ende 1817 bis zur Verhaftung Hohenleitners am 16. April 1819 und letztlich dessen Tod durch Blitzschlag am 20. Juli 1819 in der Haft im Ehinger Turm zu Biberach.

Weitere Informationen zu den Räubern gibt es hier auf der Zunft-Homepage!

Butzhansel

Mit dem Erscheinen des Ravensburger Butzhansels wurde der alte Brauch des "Aufsagens", "Strählen", "Schnurren" oder "Gässelen" in der Ravensburger Fasnet wiederbelebt. Freunden und honorigen Bürgern wird nach altem Narrenrecht auf der Straße oder in der Altstadt von Ravensburg der Narrenspiegel vorgehalten. Er bewegt sich frei, aufgabengemäß innerhalb der historischen Stadtmauerbegrenzungen von Ravensburg um 1970 - zeigt sich jedoch nie auf den Narrensprüngen außerhalb Ravensburgs. Der Butzhansel präsentiert den historischen alemannischen Fasnetsgedanken den Bürgern Ravensburgs. Er wird dabei nie seine Maske lüften und sein profanes Gesicht zeigen.

Weitere Informationen zum Butzhansel gibt es hier auf der Zunft-Homepage!

Größenanteil der Teilgruppen


Hexenliesel vom Pfannenstiel
Ölschwang Papierkrattler
Räuber
Schwarze Veri Schalmeien
Butzhansel
Schreikraga