Feuerbeschwörung

Der Hexentanz für die Öffentllichkeit ist jährlich am Fasnetsmittwoch auf dem Gespinstmarkt.


Die Wiedergeburt der Ravensburger Straßenfasnet fand 1970 durch die Gründung der Schwarze Veri Zunft statt und der erste Narrensprung war 1971. Ein paar Jahre später wurde der Hexentanz ins Leben gerufen und Ehrenzunftmeister Otto Lutz erinnerte an diesem Abend daran, dass die Hexentanzgruppe bereits ein Jahr später ihren ersten Fernsehauftritt beim ZDF in Offenburg bei einer Livesendung hatte.

Doch erst im Jahre 1980 kam der Hexenteufel, eine neu geschaffene Maske dazu. Schon in der Wallpurgnisnacht war ein Hexenteufel dabei, warum also nicht auch bei der Hexenliesel vom Pfannenstiel. (Die SZ berichtete mit Bild erstmals am 27.02.81 mit Bild des Hexenteufels).

Die Hexengruppe der SVZ begann am Jubiläumsabend mit ihrem Hexentanz. Finster wurde es im Saal, grauslig, rotes Licht, im Hexenkessel dampfte und brodelte es unheimlich. Des Hexenteufels hämische Lache ließ manchem eine Gänsehaut über den Buckel schaudern. Noch kauerte die Hexenliesel grämlich am Boden, Geister beschwörend. Aber in Nullkommanichts fuhren sie wie Furien einher, sprangen über ihren Besen und inszenierten ein höllisches Fasnets-Spektakel.

Weitere Hexentänze folgten durch die Buchhornhexen aus Friedrichshafen, den Ailinger Waldhexen und der ortsansässigen Bavihexe. Auch die Ulmer Holl Hexa waren mit von der Partie. Ein tolles Quiz um den Hexentanz und ein tolles Tanzprogramm rundeten den Abend ab. (Text: S.Heiss)